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Erdginseng

Der Erdginseng ist ein Portulakgewächs. In China werden die Wurzeln verwendet und in ihrer Wirkung mit dem Ginseng gleichgesetzt.
Die Blätter kann man roh essen im Salat, zur Gemüsepfanne oder einfach wie den Spinat verwenden.
Sie hat wunderschöne kleine rosa Blüten und die Samenkapseln glänzen dunkelrot.

 

 

 

 

Die Pflanze ist nicht winterfest, sie kann im Haus überwintert werden. Da sie sich auch sehr leicht aussät, kann man die Samenstände einfach stehen lassen und im Frühjahr die kleinen Pflanzen an die gewünschte Stelle setzen.

 

 

 

 

 

Als Lückenpflanze macht sie sich ganz wunderbar, denn sie strahlt Leichtigkeit und Sanftmut aus und das bis zum Frost.
Sie ist eine überaus dekorative Pflanze! 

Bei uns im kleinen Hofladen haben wir Erdginsengsamen für dich und in der sonnigen Jahreshälfte haben wir auch kleine Pflanzen für dich (alles nur solange der Vorrat reicht) <3

 

Yacon – überwintern und vermehren

Nach dem ersten Frost ernten wir die Yacon.
Die Speicherknollen schlagen wir in Sand ein und lagern sie im Erdkeller.
Übrig bleibt nun der Wurzelstock an dem sich die kleinen „Knospen“ befinden, die wir im Frühjahr für die Vermehrung brauchen.

Hier haben wir eine kleine Yacon Pflanze. Die Speicherknollen sehen ähnlich wie Kartoffeln aus, diese trennen wir vorsichtig vom Wurzelstock. Die „Knospen“ sind gut zu erkennen und die ersten grünen Blätter wachsen schon heraus. Den gesamten Wurzelstock – mit feinen Wurzeln, den „Knospen“ und dem Stängel – überwintern wir nun dunkel, kühl und frostfrei.

 

 

Dazu habe ich in einem Behälter etwas feuchten Sand gegeben und den Wurzelstock hineingelegt. Nun alles mit Sand auffüllen und an einem frostfreien, kühlen und dunklen Ort überwintern. Der Sand sollte feucht, jedoch nicht nass, sein. Damit der Sand nicht austrocknet, kann man ihn hin und wieder befeuchten. Am besten verwendet man dazu eine Sprühflasche, so wird der Sand gleichmäßig feucht und nicht nass.

 

 

Nun geht es für unsere Yacon in den Winterschlaf und im Februar wecken wir sie wieder auf. Man kann sie übrigens auch ohne Stängel und komplett mit Sand bedeckt überwintern.

Wie es mit der Yacon weiter geht und wie man sie vermehren kann, werden wir hier für euch berichten!

Alles Liebe, Kerstin von AM SCHWALBENHOF

 

Süßkartoffeln vermehren

Gestern habe ich die Süßkartoffeln geerntet, doch leider war die Wühlmaus schneller…
Allerdings haben wir die langen Triebe (Winden) heuer nicht auf einem Gerüst nach oben geleitet und so sind sie wild durch das Gemüsebeet gewandert. Das war auch gut so, denn die Triebe wurzeln neu an und bilden dort neue Knollen aus.

 

 

 

 

So konnten wir doch noch einige Süßkartoffeln ernten! Welche ein Glück und durch die Umstände habe ich auch wieder etwas dazu gelernt!
1. Nächstes Jahr versuchen wir sie in große Pflanzkübel zu kultivieren
2. Die Süßkartoffel hat mir gezeigt wie sie sich vermehrt und daher lasse ich wieder einige Triebe durch das Gemüsebeet wandern

 

 

 

 

 

Da sich die Süßkartoffeln durch ihre Triebe „selber vermehren“, habe ich mich dazu entschlossen heuer verschiedene Methoden der Vermehrung auszuprobieren und dem Beispiel der Pflanze zu folgen –  die Natur zeigt es uns ja wie es geht…Also dann, lasst es uns versuchen!

 

 

 

 

 

 

1. Wasser-Stecklinke
2. Triebenden-Steckinge
3. Wurzel-Stecklinge
4. „Miniknollen“- Stecklinge

* Die Bezeichnungen habe ich frei erfunden, um mir selbst einen Überblick zu verschaffen.

 

 

 

 

1. Wasser-Stecklinge
Schneide vom Trieb 10-20cm lange Stecklinge und stelle sie in ein Glas mit (nicht kalten) Wasser an einen hellen und warmen Ort.
Wechsle das Wasser alle zwei Tage und nach etwa zwei Wochen haben deine Stecklinge bereits schöne Wurzeln bekommen.
Nun kannst du sie in einen Topf mit Erde einpflanzen und überwintern – hell, warm und nicht austrocknen lassen.

2. Triebenden-Stecklinge
Ich mag es gerne einfach und stecke geschnittenen Triebe gleich in die Erde und halte diese feucht, aber nicht zu nass.
Nun hoffe ich, dass sie ihre Wurzeln gleich direkt in der Erde bilden.

3.Wurzel-Stecklinge
Da sich die Triebe im Garten leicht anwurzeln, muss ich sie zuvor nicht in Wasser stellen oder auf Wurzeln hoffen wie bei meiner 2.ten Methode. Da ich sie bereits mit kleinen Wurzeln aus dem Gemüsebeet ausgegraben habe, schneide ich sie nur zurecht und setze sie so in einen Topf mit Erde. Halte die Erde feucht und stelle sie wieder an einen warmen und hellen Platz.

4. „Miniknollen“-Stecklinge
An manchen „ausgewilderten“ Stellen haben die angewurzelten Triebe nicht nur kleine Wurzeln, sonder auch die ersten kleinen Süßkartoffeln gebildet. Zu klein um sie zu essen, aber groß genug um sie zu vermehren, dachte ich mir. Diese kleinen Knollen haben gegenüber den anderen einen großen Vorsprung, sind klein genug für den Topf und kommen so hoffentlich gesund und fit durch den Winter.

Die Süßkartoffeln lieben WÄRME UND LICHT und sollten NICHT AUSTROCKNEN aber auch nicht im Topf ertrinken.

Man kann auch die großen Süßkartoffeln zur Vermehrung verwenden. Ich für  meinen Teil esse sie allerdings lieber 😉

Unsere Ernte und unsere Erfahrungen mit der Süßkartoffel vom letzten Jahr, könnt ihr hier nachlesen!
Wie es mit meinen Versuchen weitergeht, erzähle ich euch wenn der Winter vorüber ist!
Wenn alles gut geht, gibt es junge Süßkartoffelpflanzen im Frühjahr 2020 bei uns im kleinen HOFLADEN!

Hier habe ich noch weitere Bilder für euch gemacht <3
Ich wünsche euch viel Freude beim durchsehen, lesen, ausprobieren und ernten!

Hier seht ihr unsere kleine „Zufallsernte“, die ausgehöhlten Süßkartoffeln und das Knäul aus den langen Winden!

 

 

 

 

 

 

 

Die langen Winden der Süßkartoffel zu einem großen (eine Scheibtruhe voll) Knäul zusammengerollt. Diese werde ich in den Hof bringen, dort entwirren und dann die starken und gesunden Pflanzenteile zu Vermehrung verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bischofskraut

Meine Hände duften nach den Samen des Bischofskraut, diese waren früher auch als Heilmittel bekannt.
Sie ist eine sonnenhungrige, wunderschöne Pflanze und ihre großen Blüten ziehen die Insekten magisch an.

In milden Gegenden kann man sie bereits ab April aussäen und von Juni bis September ihre großen, bis zu 12cm Duchmesser, weiß leuchtenden Dolden bewundern. Die ausgereiften Samen kann man über den Winter stehen lassen und sie säen sich zuverlässig wieder aus.
Wer möchte kann die reifen Samen im späten Herbst aber auch ernten und im kommenden Frühjahr am gewünschten Platz ausäen.

Bischofskraut-Saatgut findest du bei uns im kleinen Hofladen!

OPEN! Schaugarten & Hofladen & Kesselgulasch – So 27.10.2019 / 15-19 Uhr
OPEN! Schaugarten & Hofladen & Kesselgulasch – X-MAS – So 24.11.2019 / 15-19 Uhr

 

 

Okra

Die Okraschoten kennt man eigentlich nur aus dem Asialaden, doch wer hätte gedacht, dass man sie auch im eigenen Garten anbauen kann!

Natürlich sind sie hier nicht winterfest, doch sie entwickeln sich schnell, blühen wunderschön und bringen viele leckere Schoten hervor!

Ernten musst du sie, solange sie noch klein sind (max.10cm), denn sonst schmecken sie sehr holzig und werden ganz hart.

Du kannst sie ganz einfach selber vermehren. Lass einige Schoten auswachsen und solange auf der Pflanze bis sie vertrocknen. Dann kannst du sie ernten und trocken und dunkel im Haus überwintern.

Im Mai säe ich sie dann in zwei Reihen aus, wer es allerdings eilig hat, kann sie auch im Haus vorziehen!

Die Okra-Samen gibts bei uns im kleinen Hofladen

Viel Freude mit deiner wundervollen Okrapflanze!

Türkranz – für den Sommer

Den letzten Türkranz habe ich zu Imbolc gestaltet und daher wurde es Zeit einen neuen zu machen.

Da der Estragon gerade so wuchert und die langen Triebe, durch den Regen, sich bereits dem Boden zuneigen, habe ich ihn zurückgeschnitten und daraus einen Kranz gebunden.


Weiteres habe ich ihn mit Blumen aus dem Garten geschmückt.
Die weiße Rose „Schneewittchen“, die „Jungfer im Grünen“, die rosa Rose ohne Namen und das schöne und leichte Schleierkraut.

Mein Strohpüppchen, das Brigid-Kreuz und auch die Rune habe ich vom alten Kranz abgenommen und auf den neuen gebunden. Da wir in diesem Jahr einen Neuanfang, mit neuen Namen und frischen Progamm begonnen haben, und ich mir ihre Kraft des Neubeginns, sowie ihre Leichtigkeit und Kreativität für dieses Jahr immer wieder in den Gedanken rufen möchte!
Mehr über Brigid und Imbolc findest du hier

Noch ein Wort zum Estragon, der eine nahe Verwandtschaft mit dem Wermut aufweist, und dessen Name sich wohl von dragos / Dragon / Drache ableitet. Er wirkt schützend auf Haus und Hof und bewahrt es, nach altem Glauben, vor dem Bösen!

Und so wird unsere Gemeinschaftspraxis und wir, nun von einem starken Feuerdrachen und der flammenden Brigid bewacht und geführt!


Alles Liebe, Kerstin


Gartenschild – DIY

Gartenschilder können eine schöne Deko sein, Wegweiser, Platz für Sprüche und Gedichte,…

Bei uns führen dich die Gartenschilder durch unseren Schaugarten, von einer Station zur anderen…vom Bauerngarten zum Lavendelbankerl, vom Obstgarten zur Roseninsel, in die Blumenwiese und zum Zauberwald,…!

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir lange  nach Schildern aus natürlich Materialien gesucht haben, haben wir diese Möglichkeit gefunden und möchten sie gerne mit euch teilen!

Hier findest du die kostenlose PDF Anleitung für dein Gartenschild

 

Viel Freude mit deinem Gartenschild!

Lupulin – Hopfenharz

Die männlichen und weiblichen Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen. Da die Hopfenzapfen nach einer Bestäubung nicht mehr verwendet werden können, werden die männlichen Pflanzen aus den Kulturen entfernt.
(Foto: weibliche Hopfenblüten)

 

Die „Dolden“ der weiblichen Blüten bestehen aus Stiel, Blätter und auf der Innenseite aus dem „Hopfenharz“ oder „Lupulin“. Das Hopfenharz ist eigentlich der wichtigste Bestandteil, da er der Träger des Aromas ist.
(Foto: die kleinen gleben Punkte sind das „Hopfenharz“)

 

Man kann die weiblichen Hopfenblüten trocknen und als Tee verwenden oder zum Räuchern. Es ist auch möglich das Hopfenharz alleine zu verwenden, die Wirkung ist dann intensiver, jedoch sollte die Dosierung genau abgestimmt werden.

 

Als Räucherwerk verströmen die Blüten einen fein harzigen Geruch, der auch ein wenig an Baldrian erinnert. Die Wirkung ist beruhigend, entspannend, schlaffördernd aber auch euphorisierend.

 

Ich verwende am liebsten die ganzen Hopfenblüten, da sie auf der Räucherkohle nicht so schnell verbrennen und wer den zarten Duft ohne viel Rauch genießen möchte verwendet am besten ein Räucherstövchen.

Wenn du mehr über Räucherpflanzen erfahren möchtest dann komm zu unserer Gartenführung zum Thema „Der Räuchergarten“, zum Kurs „Rauhnächte und Räuchern“ oder eine unserer anderen Veranstaltungen!

In unserem kleinen Hofladen kannst du auch einige Räucherkräuter kaufen.
Wir freuen uns auf Dich!

Türkranz zu Imbolc

Heute war ich im Wald und habe um Efeu und etwas Moos gebeten.
Bereits am Waldrand wurde ich von einer Schar Vögel und dem Duft von feuchtem Waldboden begrüßt. Die Luft war klar und rein und ich verspürte eine Art Leichtigkeit.

Passend zum Februar, seiner reinigenden und erfrischenden Kraft, der das Alte hinter sich lässt und das Neue erwachen lässt.

Zu dieser Zeit räuchert man Haus und Hof mit reinigenden Kräutern und Harzen.
Kerzen werden geweiht, Brigid Kreuze werden geflochten, Birkenbesen werden gebunden, … je nach Brauchtum.

 

Für mich ist sie spürbar, die Kraft des Neubeginns. Schon seit einigen Tage fühle ich mich wacher, motivierter und voller Tatendrang neues zu tun. Dieser Zeitpunkt war für mich der richtige, um das Jahreskreisfest Imbolc zu feiern und das neue Leben zu begrüßen.

Manch einer richtet sich nach der christlichen Tradition und feiert am 2.Februar Lichtmess, andere feiern das keltische Jahreskreisfest Imbolc nach dem Vollmond und andere wieder mit dem zunehmenden Mond.

Ich habe für mich gelernt, dass es sich für mich richtig und kraftvoller anfühlt, wenn ich die Mondfeste nach meinem inneren Impuls folgend feiere. Denn dann bin ich bereit und sie sind für mich viel kraftvoller.

 

 

Der Mond lädt uns dazu ein, uns auf unser Gefühl, auf unsere Intuition zu hören und uns auf sie zu verlassen. Er lädt uns dazu ein uns wieder mit dem Rhythmus der Natur zu verbinden.

Ich fühle mich sehr wohl damit und die Freiheit, die vier Mondfeste nach meinem Empfinden zu feiern, schenken mir ein Gefühl von Kraft und Freiheit.

 

 

 

Und so habe ich am Wochenende Brigid Kreuze und Puppen gebastelt und heute in diesen schönen Kranz eingearbeitet.

Er soll Haus und Hof schützen und die Menschen, die hier ein und ausgehen, segnen.

 

Möge das Leben dich lehren, dir selbst ein guter Freund zu sein.
(irischer Segenswunsch)

Der Tag der Frau Holle

Ich war heute im Wald und hab den sonnigen Vormittag genossen, die Falken beobachtet und ein wenig gesponnen …

In der Zeit der Rauhnächte stehen nämlich die Spinnräder still und alle Arbeit darf ruhen. Die wilde Jagd zieht über das Land, Märchen werden erzählt und duftendes Räucherwerk reinigt und schützt.

In der Nacht des 5. Jänner enden die Rauhnächte und der 6. Jänner ist der Tag der Frau Holle, der Percht, der Großmutter Erde … um nur einige ihrer Namen zu nennen. An diesem Tag nimmt sie deinen Lebensfaden aufs Neue auf und spinnt aus deinen Wünschen und Gedanken deine Wirklichkeit, sie webt den Teppich des Lebens daraus und eines Tages wird sie diesen Faden dann durchtrennen.

Sie steht mit ihrem dreifachen Sein für Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit, für das Werden, Sein und Vergehen. Diese Wandlung durchlebt jedes Leben hier auf Erden und die Erde selbst. Jedes nach seiner Art.

 

 

 

Nach altem Glauben durchläuft sie selbst diesen Wandel, Jahr für Jahr aufs Neue. So erhellt sie den Frühling als zarte, weiße Jungfrau und wandelt sich im Sommer zur roten, fruchtbaren Göttin bis sie schließlich ihre Kräfte sammelt und zum Spätherbst und in der Winterzeit sich zur weisen Frau entwickelt, der die Farbe schwarz zugeordnet wird. In der schützenden Dunkelheit des Winters und der Rauhnächte, wenn der tiefste Punkt der Stille erreicht wurde, wandelt sich die Welt und wird neu geboren.

Mit dem Ende der Rauhnächte, endet ein Zyklus und beginnt zugleich ein neuer. Zu diesem Neubeginn, am 6. Jänner, zeigt sich die Göttin in ihrer dreifachen Gestalt – Die Jungfrau, die Fruchtbare und die weise Alte.

 

Ich freue mich sehr, dass ich zu diesem besonderen Moment das Spinnen mit der Handspindel erlernen durfte. Ein bisschen geschwindelt habe ich schon, weil ich es zur letzten Rauhnacht erlernt habe, aber ich denke Frau Holle hat ein Nachsehen mit mir!

Und da sich bei mir nun alles ums Spinnen dreht, der Lebensfaden neu aufgenommen wurde, um meine Wirklichkeit daraus zu spinnen, lese ich euch heute ein Märchen von den Gebrüdern Grimm vor.

DIE DREI SPINNERINNEN
https://www.youtube.com/watch?v=hH7QLlQHkkk

Viel Spaß beim Zuhören!

 

Meine persönliche Interpretation von diesem Märchen
Es geht um ein junges Mädchen, welches nach Ansicht der Mutter sehr faul sei, da sie keine Lust hatte zu Spinnen. Die drei Weiber haben ihr geholfen und am Ende durfte das Mädchen auch noch den Prinzen heiraten obwohl sie keinerlei Leistung erbracht hatte …
Man könnte meinen es sei ungerecht oder sie hatte nur Glück.

Doch wer die große und gütige Frau Holle kennt, und von ihrer dreifachen Erscheinung weiß, der kann auch anders darüber denken …

Und so meine ich, dass dies Mädchen nach ihrer Bestimmung leben wollte und dies sollte wohl nicht das Spinnen sein. In ihr gab es wohl andere Talente, Wünsche und Interessen, die sie leben wollte und sie wollte sich nicht anpassen oder gar verstecken und verbiegen lassen. Daher hat sie sich so gewährt, sich ans Spinnrad zu setzten. Sie war wohl auch ein Mädchen, welches sich im Wandel zur jungen Frau befand, eine Zeit des Übergangs zur Frau.

Das Mädchen war mutig und folgte ihrer inneren Stimme und auch wenn es für drei Tage alleine in den Kammern saß, und keinen Rat mehr wusste, ging sie zum Fenster und blickte hinaus.

Man könnte meinen sie hat sich aus ihrer Ratlosigkeit erhoben, anstatt abzuwarten was der vierte Tag bringen mag. Sie ist aufgestanden und das Einzige was sie noch hatte war die Hoffnung, der Blick (Ausblick, Blick in die Zukunft) aus dem kleinen Fenster stellt für mich etwas Besonderes dar, als ob sie in ihrer Not erkannt hatte, dass überall ein Ausweg eine Lösung zu finden sei und man sich dem was man noch hat einfach nähern müsste, aufstehen und handeln, mit dem was noch an Möglichkeiten vorhanden ist. Und so blickte sie voller Hoffnung hinaus …
Und da war sie dann, Frau Holle in der Gestalt von drei Weibern, die das Schicksal des Mädchens umkehrten. Sie nahmen den Lebensfaden für sie neu auf, sponnen aus ihren Wünschen und Gedanken viele feine Fäden und am Ende ging für sie alles gut aus.

So konnte sie ihr wahres Leben antreten und sich vom Mädchen zur Frau wandeln. Auch in ihrer Verantwortung den drei Weibern gegenüber hat sie gezeigt, dass sie ein gutes Herz hatte und hatte sie herzlich empfangen.

Je länger ich über die Symbolik dieses Märchens nachdenke umso kraftvoller erscheint es mir!
Fühlt euch hinein in die Welt der alten Märchen und erkennt die Botschaften die dahinterstecken, denn sie sind kraftvolle Begleiter!

Möge sich dein Herzen mit Licht füllen und möge die weise Göttin dieses für dich zu Garn spinnen, auf dass es dir stehts den Weg erhellt.    (Kerstin Teubl)