Süßkartoffeln vermehren

Gestern habe ich die Süßkartoffeln geerntet, doch leider war die Wühlmaus schneller…
Allerdings haben wir die langen Triebe (Winden) heuer nicht auf einem Gerüst nach oben geleitet und so sind sie wild durch das Gemüsebeet gewandert. Das war auch gut so, denn die Triebe wurzeln neu an und bilden dort neue Knollen aus.

 

 

 

 

So konnten wir doch noch einige Süßkartoffeln ernten! Welche ein Glück und durch die Umstände habe ich auch wieder etwas dazu gelernt!
1. Nächstes Jahr versuchen wir sie in große Pflanzkübel zu kultivieren
2. Die Süßkartoffel hat mir gezeigt wie sie sich vermehrt und daher lasse ich wieder einige Triebe durch das Gemüsebeet wandern

 

 

 

 

 

Da sich die Süßkartoffeln durch ihre Triebe „selber vermehren“, habe ich mich dazu entschlossen heuer verschiedene Methoden der Vermehrung auszuprobieren und dem Beispiel der Pflanze zu folgen –  die Natur zeigt es uns ja wie es geht…Also dann, lasst es uns versuchen!

 

 

 

 

 

 

1. Wasser-Stecklinke
2. Triebenden-Steckinge
3. Wurzel-Stecklinge
4. „Miniknollen“- Stecklinge

* Die Bezeichnungen habe ich frei erfunden, um mir selbst einen Überblick zu verschaffen.

 

 

 

 

1. Wasser-Stecklinge
Schneide vom Trieb 10-20cm lange Stecklinge und stelle sie in ein Glas mit (nicht kalten) Wasser an einen hellen und warmen Ort.
Wechsle das Wasser alle zwei Tage und nach etwa zwei Wochen haben deine Stecklinge bereits schöne Wurzeln bekommen.
Nun kannst du sie in einen Topf mit Erde einpflanzen und überwintern – hell, warm und nicht austrocknen lassen.

2. Triebenden-Stecklinge
Ich mag es gerne einfach und stecke geschnittenen Triebe gleich in die Erde und halte diese feucht, aber nicht zu nass.
Nun hoffe ich, dass sie ihre Wurzeln gleich direkt in der Erde bilden.

3.Wurzel-Stecklinge
Da sich die Triebe im Garten leicht anwurzeln, muss ich sie zuvor nicht in Wasser stellen oder auf Wurzeln hoffen wie bei meiner 2.ten Methode. Da ich sie bereits mit kleinen Wurzeln aus dem Gemüsebeet ausgegraben habe, schneide ich sie nur zurecht und setze sie so in einen Topf mit Erde. Halte die Erde feucht und stelle sie wieder an einen warmen und hellen Platz.

4. „Miniknollen“-Stecklinge
An manchen „ausgewilderten“ Stellen haben die angewurzelten Triebe nicht nur kleine Wurzeln, sonder auch die ersten kleinen Süßkartoffeln gebildet. Zu klein um sie zu essen, aber groß genug um sie zu vermehren, dachte ich mir. Diese kleinen Knollen haben gegenüber den anderen einen großen Vorsprung, sind klein genug für den Topf und kommen so hoffentlich gesund und fit durch den Winter.

Die Süßkartoffeln lieben WÄRME UND LICHT und sollten NICHT AUSTROCKNEN aber auch nicht im Topf ertrinken.

Man kann auch die großen Süßkartoffeln zur Vermehrung verwenden. Ich für  meinen Teil esse sie allerdings lieber 😉

Unsere Ernte und unsere Erfahrungen mit der Süßkartoffel vom letzten Jahr, könnt ihr hier nachlesen!
Wie es mit meinen Versuchen weitergeht, erzähle ich euch wenn der Winter vorüber ist!
Wenn alles gut geht, gibt es junge Süßkartoffelpflanzen im Frühjahr 2020 bei uns im kleinen HOFLADEN!

Hier habe ich noch weitere Bilder für euch gemacht <3
Ich wünsche euch viel Freude beim durchsehen, lesen, ausprobieren und ernten!

Hier seht ihr unsere kleine „Zufallsernte“, die ausgehöhlten Süßkartoffeln und das Knäul aus den langen Winden!

 

 

 

 

 

 

 

Die langen Winden der Süßkartoffel zu einem großen (eine Scheibtruhe voll) Knäul zusammengerollt. Diese werde ich in den Hof bringen, dort entwirren und dann die starken und gesunden Pflanzenteile zu Vermehrung verwenden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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